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Das künftige Bild der nördlichen HTT-Wiese mit Sternwartengebäude.
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Unsere Sternwarte - so wird sie aussehen:
Projektzeichnung: Stw. von N + Kuppelgeb.schnitt
Projektzeichnung: Stw. von O
Ansicht von Norden + Schnitt Kuppelgebäude.
Ansicht von Osten.
Projektzeichnung: Stw. in 3 D
Projektzeichnung: Stw.erdgeschoss
3 D - Ansicht Erdgeschoß.
Zeichnung Erdgeschoß.
Das Instrumentarium:
Das visuelle Hauptinstrument ist das 28" (71cm, f/3,6) WERNER-REIMANN-Teleskop, derzeit im Bau, dazu hier demnächst mehr.

Das größte fotografische Instrument unserer Sternwarte wird ein 16" Astrograph aus dem Hause
AstroSysteme Austria sein: ein ASA 16N-OK3 f 3.6 Newton, freie Öffnung: 400mm (16"); Brenn- weite: 1.440mm = f/3.6
Primär- und Sekundärspiegel aus Suprax mit PtV ≤ 1/7 λ und 97% Verspiegelung (Zygo Interferogramm); Okularauszug: ASA-OK3 (Tragkraft v. Zubehör bis 8kg!); Korrektor: 3KORRW; Bildfeld: 50mm (!)
Tubus: CFK-Sandwich. - Hier der Link zur ›› Astrofoto-Galerie ASA 16" des Herstellers.

Intes MN-61
Intes 6" Maksutov-Newton
Öffnung: 152mm, Brennweite: 900mm = f/6, HP-Selbstbautubus. - ›› MN-61 Planeten-Galerie

Original Carl Zeiss JENA Astrokamera Optik 250/56mm f/4.5
Das legendäre Optik-Design von ZEISS, mit dem seit Jahrzehnten an der Sternwarte Sonneberg das weltgrößte Archiv der Himmelsüberwachung hergestellt wurde/wird.

ASA DDM85 Montierung mit magnetischem Direktantrieb statt mechanischem Getriebe, daher kein Periodischer Schneckenfehler vorhanden und somit keine Nachführkontrolle / Autoguiding notwendig - Nachführgenauigkeit: 0,3" (!) - eine Technologie, die bis vor kurzem nur an den Großteleskopen der Forschungssternwarten zu finden war ...mehr

Kameras:
Starlight Xpress OSC SXV-M25C (APS-C Size, mit 6MP), sowie weitere CCD-Kameras und Canon EOS-Kameras mit umgebautem Astrofilter.

Kuppel:
3-Meter-Kuppel der Fa. ScopeDome, mit elektron. Steuerung / Nachführung, Gesamt-Ø: 3.000mm, Basishöhe: 2.600mm, Spaltbreite: 1.000mm.

Im Weiteren beinhaltet die Ausrüstung moderne Weitwinkel- und Planeten-Okulare, Absorbtions- und Interferenzfilter, Sonnenbeobachtungszubehör, PC-Technik, eine automatische Wetterstation inclusive permanenter Himmelsfoto- und auch SQM-LE-Himmelüberwachung...
...und natürlich sehr zuverlässige mechanische + alarmtechnische Einbruchssicherungen.
Standort-Test mit SQM + SQM-L
Lichtverschmutzungskarte Mitteleuropa
Lichtverschmutzungskarte Südbrandenburg

Nachthimmelsqualität in Mitteleuropa.
 
In Deutschland und den Nachbarländern gibt es nur noch wenige Astro-Oasen mit richtig gutem Stern- himmel: neben den Alpen sind dies einige Gebiete in Böhmen, im äußersten SO Bayerns, in Kroatien, Brandenburg, Mecklenburg und Polen. Hier wurden jeweils SQM-Werte von über 21,70 gemessen.
      Die besten deutschen SQM-Zahlen kommen aus dem nördl. Brandenburg: 21,81 mag/"2 (Prof. Dr. Thomas Möller, TU Berlin) und 21,78 mag/"2 (Dr. Andreas Hänel, Ltr. Fachgruppe Dark sky).

Detailkarte Südbrandenburg + Nordsachsen
 
Am künftigen Standort unserer Sternwarte wurden von versch. Beobachtern ebenfalls SQM-Øwerte bis zu 21,75 ermittelt. Die Differenz zu den Best- werten Nordbrandenburgs ist nur gering und wird weitgehend durch die meteorologischen Vorteile des Elbe-Elster-Landes (siehe unten) aufgewogen.
Richtig gute Bedingungen herrschen hier jedoch nur in einem recht kleinen Gebiet nördl. von Herzberg, die früheren HTT-Standorte erzielen bis zu 0,2 mag schlechtere Werte als Jeßnigk. ...mehr

Wetter + Seeing

Als das Militär Anfang der 1930er Jahre deutschlandweit nach optimalen meteorologischen Standort- bedingungen für einen neuen, strategisch bedeutsamen Flugplatz suchte, fiel die Wahl schließlich auf Lönnewitz, 15 km südlich von Herzberg. Bereits die damaligen Klimadaten belegten ein - für deutsche Verhältnisse - fast einmaliges Zusammentreffen mehrerer günstiger Faktoren, die auch für die Himmelsbeobachtung bedeutsam sind. Auf der Leeseite des deutschen Mittelgebirgsgürtels zählt der Süden Brandenburgs und der äußerste Norden Sachsens
1. zu den wolken- und regenärmsten Klimaregionen Deutschlands ... gibt es
2. hier nur wenige Nebeltage im Jahr (rel. wenig Niederschlag + trockene Sandböden)... und sind wir
3. obendrein auch eines der windärmsten Gebiete Mitteleuropas (= häufig gutes Seeing)

Die Seeing-Qualität verschiedener Regionen läßt sich am besten miteinander vergleichen, wenn durch ein besonderes Himmelereignis tausende Sternfreunde an vielen Orten gleichzeitig beobachten und fotografiern und ihre Ergebnisse in großer Zahl im Web und in Fachzeitschriften veröffentlichen - wie beispielsweise beim ›› Venustransit am 8. Juni 2004. Die nachfolgenden Aufnahmen sind made in Südbrandenburg und zählen - trotz der relativ langen Belichtungszeit der einzelnen Videoframes von 1/25 sec - zu den hochauflösendsten, die an jenem Tage entstanden sind:

Venustransit 2004 © Ralf Hofner
Venustransit 2004  im Intes 6"Maksutov-Newton (links) + rechts im 105mm TMB Apo.  © Ralf Hofner
Künftiger Anblick der Nördl. HTT-Wiese mit Sternwarte

Die künftige Sternwarte wird sich bestimmt gut in das HTT-Erscheinungsbild - am Tage wie bei Nacht einfügen... Die beiden Einzelbider dieser Fotomontage wurden zwar nicht zeitgleich, aber mit ähnlicher Belichtungszeit und vom gleichen Standort aus aufgenommen.
Zumindest fast vom gleichen Ort aus, denn M 7 fehlt in der Milchstraßenaufnahme, da diese Ende Mai an der Pension Jericho und damit 300m näher am südhorizontfressenden Schappinberg entstand. [Originalbild hier] Von der Nördlichen HTT-Wiese wird in klaren Nächten nicht nur M 6 (unten in der Mitte). sondern auch M 7, das südlichste aller Messier-Objekte, bereits 1 Stunde vor seiner Kulmination sichtbar.
Ansonsten zeigt diese Aufnahme, was in Jeßnigk unter eher alltäglichen Bedingungen bereits machbar ist. Lufttransparenz + Horizontsicht waren gut bis sehr, aber nicht top (bei Top-Wetterlagen gibt es keine dünnen Schleierwolken wie hier rechts unten!) ... und außerdem wurde zum Aufnahme- zeitpunkt am 29. Mai die Astronomische Dämmerung nicht mehr erreicht.
Die untere Bildkomponente wurde von Markus Funke auf dem nächtlichen HTT 2008 aufgenommen.

Abschließend noch ein Blick auf das künftige Teleskoptreffengelände bei Tageslicht:

Die Nördl. HTT-Wiese am Tage
Aktuelle
  Bilder vom Baugeschehen gibt es ›› HIER.
Alljährlich erhalten wir von den Besuchern des Herzberger Teleskoptreffens ein begeistertes Feedback: neben dem gemütlichen Flair der Veranstaltung und dem stets guten Wetter wird immer wieder die außerordentliche Qualität des hiesigen Nachthimmels hervorgehoben.

Deshalb hatten wir nach dem HTT 2008 beschlossen, mittelfristig ein größeres Sternwartenprojekt zu planen und ab sofort der Astroszene ganzjährig an Neumond- Wochenenden Beobachtertreffen in Jeßnigk anzubieten.
Im April 2009 fand daraufhin dann der › 1. Astro Treff Schwarze Elster (ATS) ‹ statt.
Mit dabei war auch Michael Möckel, ein junger IT- Unternehmer aus Zwickau in Sachsen, der eigentlich einen guten Standort für seine Privatsternwarte suchte, sich aber - beeindruckt vom Jeßnigker Himmel (mit SQM- Werten von 21,7... 21,75) und wohl auch von der netten Atmosphäre im Beobachtercamp - entschloß, Mitglied des AstroTeam Elbe-Elster e.V. zu werden und eine Vereins- sternwarte maßgeblich finanziell zu unterstützen.

Für dieses Engagement ein herzliches Dankeschön, lieber Michael.
Unser Dank gilt weiterhin der Bürgermeisterin der Stadt Schönewalde, Frau Irene Kluge und dem Jeßnigker Orts- vorsteher Gerwin Hinrich für ihre Unterstützung.

Auf dem › HTT 2009 ‹ erfolgte inzwischen der 1. Spaten- stich für unsere Elsterland-Sternwarte - sie soll ein erster Baustein des Gesamtvorhabens Astronomie-Zentrum (u. a. mit Tagungs- und Übernachtungsmöglichkeiten) sein.
Alle Sternfreunde sind herzlich eingeladen, an einem besonderen Projekt unter einem der glanzvollsten Stern- himmel Deutschlands mitzuwirken.
Astrofotografischer Standort-Test
Die Milchstraße über dem Elbe-Elster-Land. © Michael Möckel
Die Milchstraße am Jeßnigker Himmel.  © Michael Möckel
Die Milchstraße mit dem Nördl. Kohlensack. © Michael Möckel

Ausschnitt vom oberen Bild mit dem Nördlichen Kohlensack.
 

Die Milchstraße stand zur Aufnahmezeit am frühen Morgen des 22. April 2009 nur ~ 15° bis 30° hoch, außerdem war die atmosphärische Transparenz keinesfalls optimal (SQM-L Ø 21,64) - trotzdem wird deutlich, dass es sich hier nicht um einen herkömmlichen "guten Landhimmel" handelt...

M8, M20 auf 52°Nord. © Ralf Hofner

Sagittarius-Region mit M 8 + M 20.   © Ralf Hofner
 

Auch diese Aufnahme widerspiegelt eher Alltagsbedingungen im HTT-Land, denn sie entstand Ende Mai, wo auf 51,7°N die astronomische Dämmerung nicht mehr erreicht wird. Die SQM-Øwerte lagen dementspr. nur bei 21,53... 21,55 (sowohl im SQM als auch im SQM-L).
Außerdem musste bereits eine knappe Stunde vor der Sgr.-Kulmination die Aufnahmeserie wegen aufziehender Schleier- wolken abgebrochen werden, konnten gerade mal drei Einzelbilder addiert werden.
Aber auch so kommen viele Details, die man von Bildern her kennt, die viel weiter südlicher entstanden sind , bereits zum Vorschein, man achte z.B. auf die allseitige Einhüllung von M 20 in einen zarten blauen Reflektionsnebelschleier...

Visuelle Beobachtungen

Lassen wir an dieser Stelle einen erfahrenen Beobachter zu Wort kommen, der aus Süddeutschland stammt und in den vergangenen Jahrzehnten schon unzählige Male in den Alpen sein Fernrohr aufgestellt hat: Bernhard Engeser.
Nun war auch bei uns und schreibt:

"Ein Blick auf die Lichtverschmutzungskarte des Nacht- himmels in Deutschland [1] macht es auf Anhieb deutlich: es gibt nur noch wenige Regionen mit einem halbwegs dunklen Himmel, der insbesondere den anspruchsvollen visuellen Deep-Sky Beobachter zufrieden stellt. Neben den Alpen sind es insbesondere die Gebiete im dünner besiedelten Nord- osten Deutschlands und im Elbe-Elster Land in Südbranden- burg, welche sich auf der "Cinzano"-Karte aus dem orange- grünen Hintergrund als blaue Inseln hervorheben. Die Region in Südbrandenburg ist unter Sternfreunden mittlerweile durch das jährlich stattfindende Herzberger Teleskoptreffen (HTT) deutschlandweit bekannt. Viele Besucher berichten geradezu enthusiastisch von traumhaften Bedingungen... Entsprechend selbstbewusst ist der Internet-Auftritt des Veranstalters [2].

      Das machte mich natürlich neugierig, aber auch ein bisschen skeptisch, schließlich kenne ich als mittlerweile alter "Deepsky-Hase" viele Alpenstandorte aus eigener Erfahrung. So wollte ich mir unbedingt mal selbst ein Bild von diesem "Traumhimmel" machen. ...

Um zu einer fundierten Einschätzung zu kommen, wollte ich Himmelsqualität durch Beobachtung von visuellen Grenz- objekten wie den Palomar-Sternhaufen oder den Holmberg- Galaxien in meinem 18"-Newton testen..." ...mehr

Chronologie

Die Baugenehmigung wurde am 07. Sept. 2009 erteilt, im Spätherbst begannen schließlich die Arbeiten auf der HTT- Nordwiese in Jeßnigk.
Mittlerweile sind die Bauarbeiten zügig vorangekommen - Michael hat auf seiner Seite einen Blog zum Fortgang des Geschehens online gestellt: ›› HIER gibt es aktuelle Infos.
Ablauf + aktueller Stand des Sternwartenbaus werden außerdem fortlaufend in unserer ›› Sternwarten-Galerie dokumentiert - viel Spaß beim Anschauen.

›› Astronomie-Zentrum Schwarze Elster ‹‹
 
Die vorzüglichen astronomischen und meteorologischen Bedingungen sowie die vielen Anregungen der HTT-Besucher verpflichten uns förmlich, nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben und die Idee des größeren Sternwartenprojekts mit entspr. Infrastruktur weiter zu verfolgen.
Warum sollte es nicht auch in Deutschland so etwas wie eine 'Astrofarm' geben?

Sicher - mit den Bedingungen Namibias u.a. exponierter südlicher Standorte können wir uns nicht vergleichen.
Aber dafür sind wir für viele Sternfreunde deutlich schneller, unkomplizierter und preiswerter erreichbar, kann man sich auch mal spontan + kurzfristig auf den Weg machen...

Und das halbkontinentale Klima Südbrandenburgs bietet zumindest zu bestimmten Zeiten im Jahr einen Hauch sonst nur in den Subtropen anzutreffender Wetterstabilität - 2008 z.B. hatten wir einen September, der so kühl + wolkenreich war wie seit Jahrzehnten nicht mehr - trotzdem gab es hier im ganzen Monat nur 3 komplett bewölkte Nächte und die lagen auch nicht hintereinander !!!
Wer in der 2. Hälfte des September, Anfang + Mitte Oktober und zu bestimmten Zeiten des Frühjahrs Astrourlaub an der Schwarzen Elster plant, kann sich selbst bei ungünstiger Großwetterlage darauf verlassen, in den meisten Nächten tatsächlich beobachten zu können...

Deshalb:
Wenn die deutsche Astroszene es will und uns unterstützt, kann es hier in näherer Zukunft ein Astronomie-Zentrum mit weiterem Instrumentarium und Übernachtungsmöglichkeiten geben.
Eure Ideen sind gefragt, liebe Sternfreunde!

Mitmacher und Sponsoren sind gesucht!

Vorschläge und Anregungen nehmen gern per e-Mail ent- gegen, finanzielle Zuwendungen können auf folgendes Konto eingezahlt werden:

Bank: Sparkasse Elbe-Elster
BLZ: 18051000
Konto-Nr.: 3320200347
Ko.-Inhaber: Verein AstroTeam Elbe-Elster e.V.


Wir sind als gemeinnütziger Verein berechtigt, Zuwendungs- bestätigungen gem. EStG auszustellen.

Allen, die uns unterstützen vorab ein herzliches Dankeschön.
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10. Aug 2009 / aktualisiert: 20. März 2010
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