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Sagittarius + Scorpius

Ausgewählte Beobachtungsobjekte in Blickrichtung zum Zentrum unserer Galaxis


 
Das Sternbild Skorpion mit der interessanten Antares-Region (helle Kugelsternhaufen!) ist sicher im späten Frühjahr am günstigsten zu beobachten, dann kulminiert es vor dem Einsetzen der Morgendämmerung. Für den später den Meridian erreichenden Schützen (Sagittarius) wären eigentlich die Sommermonate ideal, jedoch sind besonders im Juni und Juli die Nächte in Mitteleuropa recht hell.
Die hochstehende Sonne sinkt wochenlang deutlich weniger als 18° unter den Nordhorizont, die astronomische Dämmerung wird also nicht erreicht. Auch wenn sich das am Südhorizont nicht ganz so dramatisch auswirkt, der gesamte Himmel ist nachts in jener Zeit mit einem Grauschleier überzogen, selbst in ländlichen Regionen zeigen sich dem freien Auge nur die hellsten Milchstraßenwolken in den Sternbildern Schwan und Schild.
Somit sind August und September wohl am besten geeignet, um einen erfolgversprechenden Blick in das Zentrum unserer Galaxis zu werfen.

Leider erhebt sich dieses hochinteressante Gebiet in unseren Breiten nur wenig über den Horizont.
Doch wenn das Wetter uns klare, frische Kaltluft aus nördlichen Breiten oder trockene Festlandsluft aus Ost/Südost heranbringt - der Himmel tagsüber tiefblau ist und die Sonne abends nicht rot oder orange, sondern hellgelb untergeht. - dann hat man auch in Horizontnähe recht gute Sicht und das sollte sich der aktiv beobachtende Sternfreund nicht entgehen lassen...
 

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Offene Sternhaufen
M 6 Schmetterlingssternhaufen   

Größe: 22'    4.5 mag    1.800 Lj.    Dekl.: -32,2°
M 7 Größe: 60'    3.5 mag       900 Lj.    Dekl.: -34,8° 

Südlichstes Messier-Objekt, prachtvoll bereits im Feldstecher.
M 24 Kleine Sagittariuswolke   

Größe: 120' x 30'    4.5 mag    8.000 Lj.    Dekl.: -18.7°
Kulminationshöhe (auf 51.6°N): 19.7° und damit wie auch M 25 (sowie M 16, 17) für uns schon recht günstig beobachtbar.
M 25 Größe: 30'    4.6 mag     2.500 Lj.    Dekl.: -19.2° 

Heller, interessanter OS mit unregelmäßiger Struktur.
 
Kugelsternhaufen
M 4 Größe: 18'    5.8 mag     7.000 Lj.    Dekl.: -26,5° 

Unweit von Antares und daher leicht zu finden, hell und schon bei mittleren Vergrößerungen im Fernrohr gut aufzulösen.
M 22 Größe: 20'    5.1 mag   10.000 Lj.    Dekl.: -23,9° 

Der hellste aller von Mitteleuropa aus sichtbaren Kugel- sternhaufen - enthält Sterne ab 10,1 mag und wird im Teleskop eindrucksvoll aufgelöst.
M 28 Größe:  7'    6.8 mag   20.000 Lj.    Dekl.: -24,9° 

Nichtsymmetrische Gestalt, helles Zentrum, schwer aufzulösen.
M 80 Größe:  5'    7.3 mag   30.000 Lj.    Dekl.: -23° 

Weit entfernter, kleiner + kompakter KH mit hellem Zentrum, starke Vergrößerung sinnvoll.
 
Gasnebel
M 8 Lagunennebel   

Größe: 60'    4.5 mag    6.000 Lj.    Dekl.: -24,4° 

Mit bloßem Auge sichtbar, eindrucksvoller Gasnebel, Nebelfilter verstärkt deutlich die Strukturen - auch bei der Beobachtung von südlichen Breiten aus - Sternentstehungsgebiet (wie die übrigen 3 hier vorgestellten Galaktischen Nebel auch): junger OS im Osttteil: NGC 6530.
M 16 Adlernebel   

Größe: 25'    6 mag    7.000 Lj.    Dekl.: -13,8° 

Das nördlichste der bekannten Sagittarius-Objekte, kulminiert (auf dem HTT) bei immerhin 24°, Nebelfilter dämpft die Blendung durch den in ihm entstehenden Sternhaufen.
M 17 Omega- / Schwanennebel   

Größe: 20' x 15'    6 mag    6.000 Lj.    Dekl.: -16,2° 

Interessanter + heller Nebel, Filter verstärken die Strukturen.
M 20 Trifidnebel   

Größe: 15' x 10'    7 mag    6.000 Lj.    Dekl.: -23,0° 

Der wohl bekannteste Nebel im Schützen, mehrfach durch dunkle Staubbänder geteilt.
 
Dunkelnebel
Barnard 50 Größe: 30' x 15'     Dekl.: -34° 

Kontrastreicher Dunkelnebel.
Barnard 59/65-67/77-78 Pfeifennebel   

Gesamtlänge: 6,5°'    500 Lj.    Dekl.: -24° bis -27° 

Die markanteste Dunkelstruktur vor dem Zentrum der Milchstraße.


Zur besseren Orientierung hier die Zentralregion der Milchstraße in etwas größerem Maßstab - aufge- nommen ebenfalls auf La Palma (bei f=55mm; 30 sec).

Trifid- und Lagunennebel werden unter einigermaßen guten Sicht- bedingungen beim Durchsurfen des Gebietes mit Feldstecher oder Fernrohr kaum zu übersehen sein, schwieriger ist es schon, den Pfeifennebel auszumachen. Bei ihm könnten z. B. die an seinem nördlichen und südlichen Rand befindlichen Sternketten eine Aufsuchhilfe sein.

Der helle Sternhaufen M 7 kommt bei uns nur wenige Grade über den Horizont. Aber es hat natürlich seinen Reiz, ihn bei günstigem Wetter einmal aufzuspüren...
 
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