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Palomar 7   [ab: 8" Öffnung]

Kugelsternhaufen  -  RA: 18h 11min  Dekl: -07° 13'

Den Begriff „Palomar“ verbinden wohl die meisten Sternfreunde mit dem 5m Hale-Teleskop, welches über Jahrzehnte das größte Teleskop der westlichen Hemisphäre war. Einige Beobachter werden darüber hinaus auch schon mit dem POSS, dem Palomar Observatory Sky Survey Bekanntschaft gemacht haben, der dem Internet-User mittlerweile praktisch den gesamten Himmel in Form einer fotografischen Durchmusterung eröffnet. Die nördlichen Aufnahmen des POSS entstanden Mitte des letzten Jahrhunderts mit Hilfe eines 1m Schmidt-Teleskops auf dem Mount Palomar. 
Auch heute noch ist es möglich, auf diesen Fotoplatten Neuentdeckungen zu machen, das bewies z.B. die letzten Jahre wieder eine Gruppe engagierter Amateure. Doch die meisten Entdeckungen dieser tiefen Himmelsdurchmusterung datieren in den Zeitraum der 1950er und 60er Jahre, genau wie eben auch der Palomar-Katalog der Kugelsternhaufen. Dieser Palomar-Katalog umfasst lediglich 15 Einträge, welche bei den visuellen Beobachtern fast ausnahmslos als harte Brocken gelten – Palomar 7 (=IC 1276) als einer der leichteren Objekte ist ein guter Einstieg in diesen exotischen Katalog.


Gegen Ende der Dämmerung sollte man dieses erste Skyguide-Objekt recht zügig aufsuchen, denn den höchsten Punkt seiner Bahn über den südlichen Himmel hat der schwache Kugelsternhaufen Palomar 7 schon überschritten und nähert sich langsam wieder dem Horizont. Um 22:00 Uhr steht der Kugelsternhaufen immerhin noch erträgliche 23° über dem Südwesthorizont, grob 10° westlich der freisichtig hellen Schildwolke.

Hat man sich mit dem Sternbild Schlangenträger und dem östlichen Abschnitt der Schlange vertraut gemacht, so bietet sich als Ausgangspunkt der Stern ν Oph an. Wir können an dieser Stelle nur davor warnen, einfach auf gut Glück in der Gegend zwischen ν Oph und η Ser zu stochern, denn dann ist Frust vorprogrammiert! Palomar 7 ist zwar einer der helleren Objekte aus diesem Katalog, dennoch stolpert man keinesfalls beim ziellosen Schwenk über diese sehr schwache Nebelfläche. Vielmehr sollte man sich mit Hilfe der Detailkarte Stern für Stern an die entsprechende Position herantasten. Die letzte Aufsuchhilfe bieten zwei etwa ein Grad auseinander stehende 7,5mag Sterne, auf deren Verbindungslinie sich Palomar 7 etwas östlich der gedachten Mitte findet.  

Einmal gefunden, präsentiert sich Palomar 7 in mittleren Geräten (unter exzellenten Bedingungen auch mit weniger Öffnung) als sehr flächenschwache Aufhellung, die sich gerade vom Himmelhintergrund abhebt. Mit zunehmend größerer Öffnung fällt es dem Beobachter spürbar leichter, diese sehr diffuse Fläche zu erkennen, indirektes Sehen wird aber auch in großen Teleskopen erforderlich bleiben. Der Kugelsternhaufen ist nur sehr wenig zur Mitte konzentriert, dennoch lässt sich eine solche leichte Helligkeitszunahme visuell feststellen. Auch werden in Geräten ab 14“-16“ mehrere schwache Sterne im Nebel sichtbar – ob diese dem Globular zugerechnet werden können, ist uns nicht bekannt.


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