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NGC 1893, IC 410   [ab: Fernglas]

Offener Sternhaufen / Gasnebel  -  RA: 05h 23min  Dekl: +33° 25'

Die Wintermilchstraße wird im September in der zweiten Nachthälfte gut beobachtbar - um 2:30 Uhr steht das Zentrum des Sternbildes Fuhrmann immerhin schon 45° über dem Horizont. Neben den bekannten Messier-Sternhaufen finden sich hier auch einige seltener aufgesuchte Sternhaufen und Gasnebel.
© http://astro-visuell.de
In der südlichen Hälfte des prägnanten Sechsecks des Sternbilds Fuhrmann lässt sich mit dem bloßen Auge leicht eine kompakte Gruppe aus 4,5-5,5mag Sternen ausmachen. Diese Sterngruppe passt bei Aufsuchvergrößerung im Teleskop in der Regel gut zusammen in ein Gesichtsfeld und ist der ideale Ausgangspunkt für die Suche nach NGC 1893 und IC 410. Vervollständigt man 16 und 19 Aur zu einem spitzen Dreieck in Richtung Südosten, so fällt spätestens im kleinsten Teleskop sofort der Offene Sternhaufen NGC 1893 auf und das Ziel ist erreicht.
Aufsuchkarten
NGC 1893 besteht aus über 50 Sternen, dessen Helligkeiten zum großen Teil zwischen 9,5 und 12mag liegen. Die Haufensterne sind unregelmäßig verteilt, einige bilden eine gebogene, längliche Sterntraube. Natürlich ist NGC 1893 für sich genommen nicht so beeindruckend, wie die nahen Messier-Highlights. Aber unter guten Bedingungen lässt sich auch schon ohne Nebelfilter erahnen, warum dieser Sternhaufen dann doch zu den besonderen "Hinguckern" der Wintermilchstraße gehört.

Sind ohne Filter allenfalls die hellsten Bereiche des Gasnebels IC 410 erahnbar, so leistet hier ein Nebelfilter beste Dienste. Auch wenn ein [OIII]-Filter die deutlich bessere Wirkung an diesem Nebel bietet: Ein UHC-Filter liefert das ästhetischere Bild, da mit diesem Filter der Sternhaufen nicht zu stark abgeschwächt wird.

Schon in Instrumenten ab 3-4" kann der Nebel, mit Nebelfilter ausgerüstet, eindeutig wahrgenommen werden. Auch die Hufeisenform des Nebels, die durch vorgelagerte Dunkelnebel gebildet wird, ist schon mit kleinen Vergrößerungen nachvollziehbar. Die Sterne des Sternhaufens scheinen sich entlang dieses Hufeisens zu gruppieren. Mit wachsender Öffnung wird die Sichtung des Nebels natürlich immer einfacher und einige Helligkeitsabstufungen im Innern lassen IC 410 zu einem sehenswerten Gasnebel werden.

Nordöstlich der hellsten Nebelpartien (s. auch obige Detailkarte!) befindet sich noch ein besonderes Highlight für größere Teleskope: Zwei Globulen (sog. "Tadpoles"), fingerförmige oder rundliche Verdichtungen aus Gas und Staub! Die südliche Globule ist ausreichend hell, um ab 10" und mittleren Vergrößerungen eine Chance auf Erfolg zu bieten. Für die zweite, deutlich schwächere Globule sollte die Öffnung schon um 14" liegen und hier kann ein schwacher Stern direkt an der richtigen Position eine Sichtung vortäuschen!
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